Basisarbeit ist ganz wichtig
Handballtag der SV-Versicherung mit „Blacky“ Schwarzer in Wanfried
WANFRIED - Auch bei seiner Rückkehr, erstmals war Christian „Blacky“ Schwarzer bei der Sparkassenversicherung (SV) im November 2024 in Eschwege zu Gast, ist er der Alte geblieben, hat ganz schnell den engen Draht zum Handballnachwuchs vom VfL Wanfried aufgebaut, dabei gezeigt und zum Ausdruck gebracht, dass ihm die Basisarbeit sehr, sehr wichtig ist.
„Der Erfolg von Eschwege hat uns animiert, den Trainingstag mit Christian Schwarzer zu wiederholen“, so die Führungsköpfe der Sparkassenversicherung in Eschwege, Julia Rölling und Alexander Regenbogen, die bei der Neuauflage wieder auf die Unterstützung von SV-Eventmanager Jörg-Friedrich Schmidt aus Kassel setzen konnten, der die gesamten Abläufe erneut wortgewandt moderierte.

Der Welt- und Europameister, mehrfache deutscher Meister und Champions-League-Sieger, Gewinner der Europaliga und was für ihn ganz wichtig ist, wie er sagt einen Ehrenplatz in seinem Haus bekommen hat: „Die Silbermedaille mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft, die ich bei Olympia 2004 in Athen gewonnen habe, steht zwischen all meinen Erfolgen tatsächlich an erster Stelle.“ 34 Mädchen und Jungen vom E- bis zum A-Jugendalter konnten die beiden VfL-Koordinatoren dieses Handballtages, das Ehepaar Monika Rexrodt und Oliver Franke, zu diesem Trainingstag mit dem Weltmeister ohne jegliche Starallüren motivieren. Nach dem erfolgreichen Auftakt am Vormittag mit den Schwerpunkten werfen, prellen, laufen, sprinten, passen oder auch das Angriffs- und Abwehrverhalten, ging es in die Mittagspause, wo Evi Rexrodt die Versorgung des leiblichen Wohles garantierte.
Teil zwei begann zunächst mit dem Frage- und Antwortspiel, bei dem sich Schwarzer gegenüber den Kindern und Jugendlichen mit ehrlichen Worten öffnete. Jörg-Friedrich Schmidt stellte bei der Eröffnungsmusik die erste Frage, die er auch an die Besucher auf den Rängen der Wanfrieder Sporthalle richtete. Klar, es war natürlich die Handballhymne „Wenn nicht jetzt, wann dann“ von 2007, die Henning Krautmacher von den Höhnern mit fünf weiteren Autoren geschrieben und getextet hat.
„Viele von euch haben mir einiges voraus, ihr seid weitaus jünger als ich, denn ich war bereits zehn Jahre alt, als ich den ersten Ball in der Hand hatte. Ich war zunächst Torhüter, aber im Dialog mit meinem Bruder, der die Tore erzielte, während ich die Bälle häufig aus dem Netz holen musste, das führte mich zur Kreisläuferposition“, sagte der Weltmeister, dass gerade im Ostblock Hünen am Kreis geschult wurden und er glücklicherweise ab dem 15. Lebensjahr in die Höhe geschossen sei.
Schwarzer gab zu verstehen, dass neben dem Talent, auch der Spaß und die Freude von Herzen kommen und der Sport mit der Schule in Einklang gebracht werden muss, sonst wird aus dem Pflänzchen keine Handballpflanze. Schließlich ging er auf den Ehrgeiz, auf Leidenschaft und Kontinuität sowie den Fleiß ein: „Kennt ihr den Spruch Fleiß schlägt Talent?“, dann wisst ihr, an welchen Schrauben gedreht werden muss.“
Leider werde in Deutschland dem Handball nicht der nötige Stellenwert entgegengebracht. „Bei uns im Saarland gibt es allerdings eine Eliteschule mit dem Hauptfach Handball, das genauso wie Deutsch und Mathe bewertet wird. Und den Kindern, die auf seine Frage „wer denn Handballprofi werden möchte, gab er mit auf den Weg, dass sie als gute Schüler ganz sicher besser von den Eltern unterstützt werden, „die Hilfe benötigt ihr wie ich sie bekommen habe. Ohne meine Eltern hätte ich das in diesem hohen Ausmaß nie geschafft“, sagte er ehrlich und hat sich vor dem zweiten sportlichen Teil im „Goldenen Buch“ der Stadt Wanfried verewigt, das Bürgermeister Thilo Vogt mit in die Halle gebracht hat.
Und der Verkauf von Losen, zu gewinnen gab es zwei von Christian Schwarzer signierte Handbälle, über die sich letztlich die beiden Jungs John und Luis freuen durften, ergab laut Monika Rexrodt den Erlös von 280 Euro, der in die VfL-Jugendkasse fließen wird. Jörg-Uwe Schmidt bedankte sich herzlich bei Julia Rölling und Alexander Regenbogen, bei Uwe Zenker, der in der Gymnastikhalle das Koordinationstraining leitete und bei den Jugendtrainern vom VfL, die Christian Schwarzer zur Seite standen. „Wieder ein gelungener Tag, ganz im Zeichen der Jugend“, bilanzierten Julia Rölling und Alexander Regenbogen, die versprochen haben, sich auch künftig mit intensiven Bemühungen für die Sportförderung von Mädchen und Jungen einzusetzen.
Quelle: Harald Triller, Werra-Rundschau, Ausgabe 10.02.2026 - LINK zum Original













